Grundlagen der waffenlosen Selbstverteidigung

Grundlage der waffenlosen Selbstverteidigung

ist, wie in allen anderen Bereichen auch das beständige wie regelmäßige Einüben von Bewegungsabläufen. Das ist beim Autofahren nichts anderes als in der waffenlosen Selbstverteidigung. Wenn Sie einmal im Jahr mit dem Auto oder mit dem Motorrad eines Bekannten fahren, werden die angelernten Abläufe aus der Fahrschule wenig bringen und durch Verunsicherung begleitet sein. Das kann sich in Gefahrensituationen steigern, wenn – wie es beim Bootsführerschein heißt – ein Ausweichmanöver – das Manöver des letzten Augenblicks  – erforderlich wird.

Da ist es von Vorteil wenn man seinen Reflexen vertrauen kann die im Unterbewussten abgespeichert wurden.

Derartige Reflexe sind schneller als jedes andere Denken. Denken und Überlegen ist zu langsam um in einen echten Notfall “zuhanden” zu sein.  Denn das “vorhanden” sein alleine genügt nicht. Was rastet, das rostet. Nicht nur im Körperliche, sondern auch im Geistigen.

Durch regelmäßiges Üben stellt sich mit der Zeit ein Automatismus ein, ES ist der gleiche Automatismus der sich einstellt, wenn man etwa hinstürzt. Da ist keine Zeit mehr für das Gehirn zu überlegen. “Wie muss oder soll ich meine Hände halten?” Das Unterbewusste übernimmt alle notwendigen Abläufe. Zielsicher. So ist das seit Jahrtausenden. Der Körper des Menschen hat dort im Unterbesussten alle Reflexe wie in einer rießigen Datenbank gelagert, bereit, sie im Notfall blitzschnell abzurufen. Ist die Gefahr vorbei, schaltet der Körper automatisch wieder das Gehirn und damit den rationalen Aspekt des Denkens, Rechnen und Planens, also den Status Quo wieder ein.

Wie der Mensch in einer echten Gefahrensituation reagiert kann man vorher nie so genau wissen. Sicher ist; man verfällt nicht in eine  Schockstarre und reagiert so wie eine Maus vor der Schlange. Statt dass sie wegläuft, wird sie bewegungslos. Eine Panikreaktion. Bewusstes Üben beugt dem Ernstfall vor.

Durch die Fechtkunst Escrima lernt Frau zunächst mit einer Waffe umzugehen. Sie fühlt sich sicherer wenn man etwas in den Händen hält. Geübt wird mit dem Kurzstock. Später dann kann dies jeder Gegenstand sein, ganz gleich ob es ein Schlüssel ist, ein Regenschirm, ein Schraubenzieher, eine zusammengerollte Zeitung, ein Taschenmesser oder ein Kugelschreiber. Die Bewegungen bleiben die gleichen.

Hat man all dies nicht zur Hand, wird die Faust, der Ellebogen, das Knie und wenn es sein Muss die Zähne zur Waffe.

 

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